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Ritalin und Berufszulassung
Hier möchte ich über einen Vorfall berichten, der mich ziemlich entsetzt hat: Gestern berichtete mir eine verzweifelte Mutti über einen Vorfall in einer Berufsschule mit einer Vertrauenslehrerin. Dieser löste in mir tiefe Betroffenheit und Wut aus! Ein junger Mann (ADS-betroffen und mit Ritalin behandelt) steht in einem helfenden Sozialberuf kurz vor seiner Abschlußprüfung. Auf Anraten des behandelnden Arztes sprach man mit der zuständigen Vertrauenslehrerin über die Besonderheiten von ADS-Betroffenen und auch über Einnahme von helfenden Medikamenten und anderen Hilfen. Dies veranlasste die Vertauenslehrerin dazu, sich mit Kollegen zu beraten, wie man damit umgeht. Bei einem folgenden Gespräch erklärte sie nun der Mutter, dass ihr Sohn wegen der Einnahme von Ritalin möglicherweise keine Berufserlaubnis bekommen könne und nicht am Patienten arbeiten dürfte. Sofort riet ich der Mutter, sich an Dr. Grampp in Wermsdorf zu richten. Postwendend kam folgende Antwort: 
Sehr geehrte Frau X, diese Äußerung dürfte gegen das allgemeine Gleichstellungs- gesetz verstoßen. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen. Es handelt sich hier um eine medikamentöse Behandlung einer Erkrankung. Es gibt meines Wissens nach keine recht- liche Grundlage für diese Aussage. Darüber hinaus gibt es keinen sachlichen Grund, warum jemand unter MPH keine Arbeiten an einem Patienten machen darf. Eine solche Aussage ist für mich gänzlich unnachvollziehbar und stößt bei mir die Frage nach der Qualifikation einer derartigen Aussage an. Mit freundlichen Grüßen Dr. P. Grampp _________________________________________________ Dr. P. Grampp Ltd. Chefarzt Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, forensische Gutachtenstelle Fachkrankenhaus Hubertusburg gGmbH 04779 Wermsdorf Registergericht Leipzig s HRB-Nr. 22562 Geschäftsführer: Prof. Dr. Karsten Güldner
ADHS Erwachsenen Selbsthilfegruppe Dresden